"IMPLANTATE in FLAMMEN"!: "PERIIMPLANTITIS"!

Bei einer Kontrolluntersuchung wird bei einem Implantat-Patienten eine sogenannte "PERIIMPLANTITIS" diagnostiziert. Das Zahnfleisch um das Implantat herum ist heftig entzündet, blutet bei Berührung und der entstandene Kieferknochendefekt lässt sich schmerzfrei sondieren. Ein Röntgenbild vom Implantat objektiviert das Malheur, ein DNA-Analyse-Test zeigt ein buntes Bild von parodontopathogenen Markerkeimen.

Was ist passiert, das Implantat mit der Krone ist erst 1 Jahr alt!
Eine Parodontitis-Therapie eigener Zähne war vor 1,5 Jahre!

Das ist doch nicht möglich!
Was ist diese „PERIIMPLANTITIS“?

Die PERIIIMPLANTITIS bedeutet bildlich gesehen ein in Flammen stehendes Zahnimplantat. Eine Entzündung (Inflammation), ausgelöst von einer Mixtur parodontopathoger Keime aus dem Zahnbett, haben das Implantat besiedelt und diesen Befund verursacht.

Im Prinzip die ähnliche Krankheitsgeschichte wie die Zahnbett-Entzündung bei den eigenen Zähnen (Parodontitis)?

Im Prinzip richtig. Jedoch gibt es gravierende Unterschiede im Behandlungsverlauf und in der Prognose bei der „PERIIMPLANTITIS“!

1) Die PERIIMPLANTITIS ist vom Patienten schwierig zu bemerken. Leitsymptom einer Entzündung fehlt: kein SCHMERZ!
2) Die PERIIMPLANTITIS bedarf einer schwierigeren und langwierigen speziellen Therapieform
3) Die PERIIMPLANTITIS ist rezidivfreudig. Einmal entzündet,
grosse Gefahr der Wiederholung
4) Die PERIIMPLANTITIS ist extrem hartnäckig und in manchen Fällen therapieresistent. Kann unbehandelt schnell und zerstörerisch zum katastrophalen Super-Gau führen: „Implantat-Totalverlust“!
5) Eine PERIIMPLANTITIS kann auch Implantat-Patienten treffen, die keine eigenen Zähne mehr haben (PA-Bakterien aus Mundhöhlen-Speichel)

Was ist die Ursache einer „PERIIMPLANTITIS“?   
Hauptsächlich entstanden durch eine „suboptimale“ im Klartext mangelhafte, nicht ausreichende Zahn-Mundhygiene. Eine nicht regelmässige Einhaltung der Recall-Termine zur Prophylaxe kommt erschwerend hinzu
        
Welche Therapieformen gibt es bei einer „PERIIMPLANTITIS"?
Die Palette der Therapieformen beruht auf lokalen, antibakteriellen Maßnahmen bis zu oparativ-regenerativen Techniken.

Eine sanfte, Methodik ohne Lokalanästhesie, ohne Operation und ohne Schmerzsymptomatik bietet die Innovation zur Periimplantis-therapie:
Die Photo-dynamische Antibakterielle LASER-Therapie! (Bakterienbekämpfung nur durch Farbstoff und Licht!)

Welche aktive Vorsorge gibt es für den Implantat-Patienten?
Essentiell zur Vermeidung einer Periimplantitis ist die stringente Einhaltung der Recall-Prohylaxe Termine, bei Implantatpatienten individuell auch mehr als 4 x im Jahr. Wichtig ist allerdings immer noch die effektive, regelmässige eigene häusliche Dentalhygiene!