Parodontose/Parodontitis: SuperGau in der Mundhöhle!

Diese Fachausdrücke werden leider gleichwertig benutzt und führen daher zu
irreführenden Ansichten.

"Parodontose":

Die Definition Parodontose kennzeichnet einen "nichtentzündlichen" chronischen
Knochenrückgang des sogen Zahnhalteapparates, also den Zahn umgebenden
Kieferknochen, kann auch zum Zahnausfall führen.
Der im Volksmund gern benutzte Begriff "Parodontose" ist nicht nur falsch, sondern er verharmlost eine durchaus als "Volksseuche der Mundhöhle" zu bezeichnende Erkrankung des Zahnbettes und betrifft ca.20 Millionen von Menschen.

Parodontitis:

DIE DIAGNOSE Parodontitis (die Endung -itis bedeutet Entzündung) kennzeichnet
eine meist chronische Entzündung des Zahnbettes,des Zahnfleisches und des
knöchernen Zahnfaches.

DIE LEIT-SYMPTOME
sind Zahnfleischbluten (nur so oder beim Zähnebürsten) schlechter Geschmack und Mundgeruch, nicht zwingend das Vorhandensein von Schmerzattacken.

DIE URSACHEN
sind ca.30 % genetisch bedingt, hauptsächlich aber hervorgerufen durch "suboptimale " auf Hochdeutsch schlechte Zahn-Mundhygiene.
Eine Mixtur aus spezifischen sogen. "parodontopathogenen" Keimen im Speichel,
in der Mundhöhle, auf der Zunge, in der Mandelregion und im Zahnbett, Zahnfleisch und auf der Zahnoberfläche als "BIOFILM" (sogen PLAQUE) ist dann für diese Entzündung verantwortlich.

DIE FOLGEN
sind insbesondere Zahnfleisch- und Zahnknochen-Rückgang und
unbehandelt Zahnverlust mit für die Gesundheit und den Geldbeutel ungünstig
belastende Zustände.

Leider können diese PA-Keime nicht "gekillt" werden. Auch Zahnlose behalten
weiterhin diese PA-Bakterenstämme.

Ergo:
Regelmäßige Zahnpflege, 4x jährliche Dentalhygiene/Prophylaxe sollten
Bestandteil eines Lifestyls sein wie der uns allen vertraute "wöchentliche Friseurtermin", wo man allerdings "zugegebenermaßen" wesentlich entspannter in
Wohlgerüchen umsorgt wird.
Gegen Zahnausfall aufgrund einer Parodontitis kann und muss man etwas unternehmen (es gibt in Deutschland ca. 60.000Zahnärzte, auch durchaus Spezialisten für Parodontologie).

Und hiermit schließt sich der Kreis:
Haare fallen einem irgendwann aus: und man kann es nicht therapieren
Zähne müssen einem nicht ausfallen: ist sehr wohl therapierbar!