Weisheitszähne-Op: Vollnarkose? – Vor-und Nachteile!

Irgendwann, insbesondere im jugendlichen Alter ab dem 14.Lebensjahr machen sich die Weisheitszähne unangenehm bemerkbar.
Die Ursache akuter oder diffuser Schmerzsymptomatik im Ober-oder Unterkiefer kann durch ein Panorama-Röntgenbild diagnostiziert werden.
Die einzige Therapie besteht daher in der Weisheitzahnentfernung. Auch vor einer geplanten Kieferorthopädischen Behandlung aufgrund von Fehl-und/oder Engstellung der Zähne/Kiefer bedarf es häufig einer Entfernung der Weisheitszähne.

Nun stellt sich dann die Frage für die meisten Patienten nach einem ambulanten
Eingriff unter stress- und angstfreier Schmerzausschaltung.
Dieses gilt insbesondere für sensible und angstbesetzte Menschen jeglichen Alters.

Bei 4 vorhandenen Weisheitszähnen kann in örtlicher Betäubung bei absoluter
Schmerzfreiheit an zwei Terminen jeweils der obere und untere Weisheitszahn je
Kieferhälfte entfernt werden. Bei diesem Eingriff kann auch auch eine "Glückspille"
zur stressfreien Behandlung beitragen.

Eltern von Jugendlichen wünschen manchmal die operative Entfernung von
4 Weisheitszähnen unter Vollnarkose.
Diesem verständlichen Wunsch stehen eine Reihe von Fakten gegenüber einer
Vollnarkose zur Weisheitszahnentfernung entgegen:

1) Gegenüber einer "Zahnentfernung" in Lokalanästhesie ist dieser operative
Eingriff unverhältnissmässig risikoreich

2) Statistisch gesehen kann es bei jeder 100.000. Vollnarkose zu Komplikationen
kommen

3) Nach operativer Entfernung von 4 Weisheitszähnen in Narkose kommt es häufig
postoperativ zu erheblichen Wundschmerzen mit Wangenschwellungen

4) Eine grössere Gefahr der Nachlutungen der Operationswunden und Entstehen
von Blutergüssen mit Kieferklemme, da keine gefässverengenden Betäubungsmittel
in Vollnarkose verwendet werden dürfen

Die endgültige Entscheidung zu einer stress-und angstfreien Schmerzausschaltung
obliegt letztendlich dem Patienten/Erziehungsberechtigten in Kooperation mit
dem Operateur und Narkosearzt.